Wenn die Ahnen das geahnt hätten

Jean WIEAND hatte die Ahnung und gründete 1892 die Tanz- und Anstandsschule in Annweiler. Der größte Hit damals: Wiener Walzer und der obligatorische Handkuss. Drei Söhne traten in die Fußstapfen des Vaters und gründeten Tanzschulen in der Pfalz. Paul in Worms, Karl in Frankenthal und Hans in Landau. Der vierte Sohn, Gustav, wandte sich dem Bühnentanz zu. Hans WIEANDT lernte Thea, die Tochter des Universitätstanzlehrers Richard Rödiger aus Göttingen, kennen und heiratete sie 1937.

Damals waren die Tanzlehrer noch fahrende Künstler und unterrichteten in kleinen Sälen. Hans wurde durch Einstudierungen von Volkstänzen und Formationen weit über die Grenzen der Südpfalz hinaus bekannt. Paul konnte aus gesundheitlichen Gründen die Schule in Worms nicht mehr alleine führen, und so kam Else Wankmüller zu seiner Unterstützung nach Worms und führte die Schule die Schule ab 1937 in eigener Regie weiter.

In diesem Jahr war in Landau die nächste Generation gesichert: Bärbel Julie Hilde Berta WIEANDT erblickte das Licht der Welt. 1939: Hans musste in den Krieg ziehen und Thea leitete unter schwersten Bedingungen die Tanzschule alleine weiter. In Worms erging es Else Wankmüller nicht besser. In dieser schweren Zeit bestand das Kurshonorar aus Butter, Eiern, Mehl und Kohle. 1955 begann Bärbel WIEANDT in der renommierten Hamburger Tanzschule Hädrich ihre Ausbildung zur Tanzlehrerin.
Dort lernte sie den sehr begabten Spross einer norddeutschen Tanzlehrerfamilie kennen: Hermann WIENHOLT. 1958 heirateten Bärbel und Hermann und führten gemeinsam mit Bärbels Eltern die Tanzschule in Landau weiter.
Damals lautete der Slogan: auf das „ WIE “ kommt es an- Tanzschule WIEANDT-WIENHOLT.

Jetzt ging es erst richtig los:

1959 wurde in Neustadt an der Weinstrasse eine Filiale eröffnet und 1963 wurden alte Familienbanden wieder geschlossen. Else Wankmüller suchte für ihre Wormser Tanzschule junge dynamische Mitarbeiter und fand sie in den WIENHOLTS. Frau Wankmüller konnte sich 1963 beruhigt zur Ruhe setzen.
Drei Filialen in 3 Städten- jetzt musste man geschickt planen, aber das konnten die beiden. Und es sollte noch besser kommen: Nachwuchs war angesagt. Der erste Tanzlehrer (Ralf) wurde 1959 geboren, der zweite (Frank) 1961. Nach erfolgreich absolvierten Berufsausbildungen in Hamburg bzw. Augsburg kamen die beiden 1979/80 in die elterliche Tanzschule zurück. Hermann und Bärbel WIENHOLT waren zu dieser Zeit auch sehr produktiv: sie bildeten selbst 8 Tanzlehrer in ihren verschiedenen Tanzschulen aus, unter anderem auch Harald Nickel, seit 1990 alleiniger Inhaber der Neustädter Tanzschule.
Seit 1986 wurden die Tanzschulen in Landau von Ralf und in Worms von Frank geführt. Frank gründete 1986 eine Filiale der Tanzschule WIENHOLT in Alzey.

Insgesamt bildete Frank drei Azubis zum ADTV-Tanzlehrer aus, die alle ihre Prüfung mit Auszeichnung bestanden. Die Formationen und Einzelpaare, die von Frank und seinem Team in Worms und Alzey betreut wurden, sicherten sich über Jahre hinweg Titel vom Landes-, Regional-, 2x Vize-Deutsche-, 1x Europa- bis hin zum 5 fachen Vize-Weltmeister. Er selbst tanzte nach Beendigung seiner aktiven Turnierlaufbahn weiterhin Einzel-Shows u.a. in der Deutschland Halle in Berlin, im Deutschen Theater München, in der Rheingold Halle in Mainz & im Congress Centrum Hamburg. Frank hat die Tanzschule in Worms 1996 geschlossen und kümmert sich jetzt ausschließlich um „seine“ Tanzschule in Alzey.
In Zusammenarbeit mit der Stadt Alzey wurden tolle Veranstaltungen ins Leben gerufen, unter anderem: die „Fasnachtsparty“ nach dem Umzug in der Stadthalle, der Frühlingsball, „X-Mas Dinner“, „Kulturschock“ und viele andere mehr.
Im Jahr 2000 lernte Frank WIENHOLT seine heutige Frau Dominique kennen, die ihn als kreativer Tausendsassa in allen wichtigen Dingen (PR und Grafikdesign, Kundenbetreuung, Dekorationen und Assistenz) tatkräftig unterstützt. Die beiden führen mit viel Freude und Erfolg die ADTV-Tanzschule in Alzey.